Mitten im historischen Stadtkern von Lingen ist mit dem Neubau der Sparkasse Emsland ein Gebäude entstanden, das Tradition aufnimmt und zugleich zeitgemäß interpretiert.
Der Entwurf von B-Werk Architekten greift die giebelständige Typologie der Innenstadt auf und übersetzt sie in eine klare, ruhige Architektursprache.
Drei präzise proportionierte Baukörper aus traditionellem rotem Klinker, angelehnt an das Altgebäude, strukturieren den Stadtraum. Vertikale Fensterformate gliedern die Fassadenflächen und verleihen dem Gebäude eine rhythmische Ordnung.
Dazwischen spannt sich eine gläserne Fuge, die Transparenz schafft und Markt und Burgstraße miteinander verbindet.
Die zentrale Glasfuge öffnet das Gebäude zur Stadt. Der Lichthof im Inneren bringt Tageslicht tief ins Gebäude und schafft eine kommunikative Mitte.
Statt einer abgeschotteten Bankarchitektur entsteht ein offenes Haus – ein Ort für Beratung, Begegnung und Austausch.Im Zusammenspiel aus Klinker, Glas und weißen Fassadenelementen entsteht eine klare architektonische Aussage:
Urbanität durch Präzision.
Präsenz durch Zurückhaltung.
Der warme Rotton des Klinkers bildet die robuste Grundlage der Gestaltung. Ihm gegenüber stehen die fein gefassten Fensterrahmen und Brüstungselemente in Weiß – eine bewusste Kontrastsetzung, die Tiefe erzeugt und die vertikale Gliederung betont.
In dieses Fassadenkonzept fügt sich auch das Sektionaltor der Tiefgaragenzufahrt ein. Ausgeführt in Verkehrsweiß, nimmt es die Farbigkeit der Fenster- und Fassadenelemente auf. Analog zu den Fensteröffnungen wurden das Tor mit den flankierenden Seitenblenden leicht eingerückt in die Fassade gesetzt.
Dadurch entsteht eine zusätzliche räumliche Tiefe, die die plastische Wirkung der Sockelzone verstärkt und die klare Fassadengliederung konsequent weiterführt.
Mit einer Breite von 2700 mm und einer Höhe von 2600 mm wurde ein flächenbündiges Sektionaltor, ergänzt durch ein ansichtsgleiches Schiebetor, mit Lüftungslamellen integriert.
Die horizontale Lamellenstruktur kontrastiert dabei subtil mit der vertikalen Fensterordnung und schafft eine spannungsvolle, zugleich ruhige Sockelzone.
Gerade im innerstädtischen Kontext wird so deutlich: Technik tritt nicht dominant hervor, sondern wird Teil der architektonischen Komposition.
1 Flächenbündiges Sektionaltor
1 ansichtsgleiches Schiebetor
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