Wie verändert sich die Architektur von Labor- und Forschungsgebäuden im Spannungsfeld zwischen Funktion, Repräsentation und Nachhaltigkeit? Im Gespräch mit Nickl & Partner Architekten beleuchten wir die gestalterischen und technischen Anforderungen moderner Forschungsbauten – am Beispiel des Centrums für Schlaganfall- und Demenzforschung (CSD) in München.
Im Fokus stehen transluzente Metallfassaden, innovative Hebefalttechnik sowie die Rolle der Gebäudehülle als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Stadtraum und Öffentlichkeit. Das Interview zeigt, wie Architektur zur Identitätsbildung von Forschungsinstituten beiträgt und warum flexible, nachhaltige Fassadensysteme im zeitgemäßen Laborbau eine zentrale Bedeutung einnehmen.
Die gesellschaftliche Relevanz der Forschung wird zunehmend erkannt und auch durch ihre Würdigung im Stellenwert von Architektur und Städtebau deutlich. Forschungsbauten werden repräsentativer, aber noch viel wichtiger ist die Entwicklung von kommunikativen Räumen nach innen und außen.
Nach außen soll die Barriere zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit aufgebrochen und eine Annährung von Wissenden und Laien erzielt werden.
Nach innen muss der interdisziplinären Zusammenarbeit Rechnung getragen werden, indem Personen verschiedener Fakultäten und deren Forschungsinhalte einander sichtbar gemacht werden. Im Wettlauf um die „besten Köpfe“ soll gute Architektur natürlich auch ein Werbemittel für die Institute als Arbeitgeber sein.
Im Centrum für Schlaganfall-und Demenzforschung sollten zwei Institute unter einem Dach vereint werden, das ISD (Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung) und das DZNE (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen).
Der Neubau sollte die translationale Forschung vorantreiben und damit über die Schlaganfall- und Demenzforschung hinaus Impulsgeber für die Bildung integrierter Forschungsinstitute werden.
Durch die räumliche Nähe sollten neben inhaltlichen Synergien auch infrastrukturelle Vorteile geschaffen und Ressourcen für zusätzliche Bereiche freigestellt werden.
Auch wenn wir mit unserer Entwurfsphilosphie der Entwicklung des Gebäudes von innen nach außen folgen, ist die Fassade der wichtigste Gebäudeteil in der Betrachtung des Stadtraumes und als Kontaktoberfläche zur Umwelt.
Wir beschäftigen uns schon seit vielen Jahren mit vorgesetzten Sonnenschutzfassaden und haben bereits mehrere Projekte mit transluzenten Dreh-, Falt- und Schiebelamellen realisiert.
Beim CSD haben wir alles daran gesetzt, uns die neuartige Hebefalttechnik anzueignen und für unsere gestalterischen Absichten und die Identität des Neubaus zu nutzen.
Die Eigenschaften von Metall haben im Bereich von transluzenten Gebäudehüllen ein Alleinstellungsmerkmal. Die Anforderungen an Leichtigkeit, Windstabilität, Korrosionswiderstand, Reparatur- und Recycelbarkeit bei gleichzeitiger Vielfalt an Oberflächenstrukturen werden bestens erfüllt.
In unserem Entwurf für das CSD wollten wir die Homogenität einer durchlaufenden Gebäudehülle mit der Möglichkeit einer vollständigen Öffnung verbinden, um einerseits dem Gebäude eine gute Präsenz zu verschaffen und andererseits den Institutsmitarbeitern die Möglichkeit eines ungestörten Ausblicks zu geben.
In der Ausführungsplanung und auf der Suche nach einer zuverlässigen Technik sind wir dann auf BeluTec gestoßen und konnten unseren Bauherrn durch Referenzbesichtigungen von der Durchführbarkeit und Nachhaltigkeit der Technik überzeugen.
BeluTec hat sich hier von der anfänglichen Beratung bis zur Fertigstellung als exzellenter Realisierungspartner des Architekten erwiesen.
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