Baden.
mit der.
Feuerwehr.

Sentabad
München

17 Meter breites Knicktor als integrales Fassadenelement

Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne in München-Bogenhausen wurde eine frühere Bundeswehrschwimmhalle zu einem Schul- und Vereinsschwimmbad umgebaut. Das Architekturbüro Breitenhuber entwickelte im Auftrag der Landeshauptstadt München ein Konzept, das Bestand und Erweiterung zu einem einheitlichen Baukörper zusammenführt.

Der langgestreckte Gebäudekomplex umfasst den von der Feuerwehr München genutzten Tauchtopf, die Schwimmhalle sowie einen dreigeschossigen Erweiterungsbau. Ziel war es, die heterogene Kubatur durch eine vorgestellte Lamellenfassade zu beruhigen und gestalterisch zu fassen.

Eine besondere Herausforderung stellte die Zufahrt für Feuerwehrfahrzeuge zum acht Meter tiefen Tauchtopf dar – einem im Großraum München einzigartigen Trainingsbecken für Bergungsübungen. Trotz begrenzter Anfahrtstiefe musste eine großzügige Durchfahrt gewährleistet werden.

Die Lösung ist ein 17 Meter breites, flächenbündig integriertes Knicktor, dessen Dimension sieben PKW-Stellplätzen entspricht. Das Tor wurde mit horizontal gegliederten Lamellen beplankt und nahtlos in die Fassadenstruktur eingebunden.

Ein zusätzliches, frei vor der Halle stehendes Sondertor mit einem Gewicht von 2,5 Tonnen ermöglicht den Zugang zur alten Fassade. Die gelenkige Konstruktion mit seitlichen Spezial-Laufrollen öffnet nach oben fahrend nach außen und erreicht eine Durchfahrtshöhe von 3,5 Metern – vorgegeben durch die bestehende Kranbahn des Tauchtopfbereichs.

Das 17 m Knicktor wird über einen Elektro-Antrieb mit Totmann-Steuerung kontrolliert bewegt. Die präzise Werkplanung der Unterkonstruktion sowie die Schnittstellenkoordination zwischen Architekt, Statiker und Fassadenbauer waren entscheidend für die Umsetzung.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Großformat-Knicktore im kommunalen Sonderbau technisch anspruchsvoll konstruiert und zugleich flächenbündig in eine anspruchsvolle Fassadenarchitektur integriert werden können.

Projekt

Architektur

Umsetzung

Bauher

Landeshauptstadt München,
Referat für Bildung und Sport,
Baureferat

PRODUKT

1 Knicktor / Sondertoranlage

  • Spezielle Feuerwehrzufahrt
  • Breite: 17.000 mm
  • Höhe: 5.300 mm
  • Durchfahrtshöhe: 3,5 m
  • Gewicht: ca. 2,5 t | 16 kg/m2
  • Flächenbündige Integration in Lamellenfassade
  • Horizontale Lamellenbeplankung
  • Elektro-Antrieb mit Totmann-Steuerung
  • Anpassung an geringe Anfahrtstiefe
  • Sondertor vor Bestandsfassade
  • Zwei horizontale Flügel (Rahmenkonstruktion)
  • Gelenkige Öffnung nach oben und außen
  • Seitliche Spezial-Laufrollen
  • Anpassung an bestehende Kranbahn

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